Der Spielplan für das 1. Quartal ist da.

Der Spielplan des BURGTHEATERS ist veröffentlicht. Neben vielen Vorstellungen wird Ende Februar erstmals ein Papiertheater-Wochenende mit Workshop und Aufführungen stattfinden.

Der gedruckte Plan liegt ab dem 8.Januar im Theater in Schloss Burg aus.

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Ungewisse Zeiten liegen vor dem BURGTHEATER

Nach Plänen der Stadt Solingen soll das Haus, in dem das Papiertheater seit 10 Jahren spielt, besser genutzt werden. Die Pläne stammen von der Bergischen Entwicklungsagentur, die für den Raum ein großes Foyer vorsieht mit mehreren Kassen, Burgmodell und Museumsshop. Angeblich ist auch ein Platz für das Burgtheater vorgesehen. Bis zum heutigen Tage (31.12.2011) ist aber dafür noch kein tragfähiger Plan vorgelegt worden, weder von der Stadt noch von BEA.

Der Vorstand des Vereins BURGTHEATER, ein Papiertheater e.V. hat aus diesen Gründen folgenden Beschuß gefaßt:

Das Papiertheater, das als Theaterform  in 19 Jh. seinen Ursprung nahm, hat sich sich in den letzten Jahren einen guten Ruf weit über Burg hinaus erworben auch deswegen, weil der Standort direkt neben dem Schloss von dem Publikum als besonders passend empfunden wurde und wird. Obwohl damit viele Nachteile gegenüber einem Standort in einer Großstadt, wie Köln, verbunden sind, ( kaum Nahverkehr und kaum regelmäßige Restauration vor Ort in den Abendstunden, Schnee und Eis ließen viel Vorstellungen ausfallen ) haben wir das in Kauf nehmend bislang zu Burg und seinem Schloss gestanden.

Wenn man uns  die Spielstätte zumacht, ohne eine Alternative zu präsentieren, verlassen wir Burg und gehen nach Köln.

Begründung: Nach gründlicher Prüfung der Lage in Burg sehen wir keine Alternative zu dem jetzigen Standort. Der Verein sieht sich auch nicht in der Lage, größere Belastungen an Miete oder sonstiger Kosten zu tragen, da aus den o.a. Gründen die Einnahmemöglichkeiten (Kartenverkauf) dieses nicht zulassen.

Wir sind bereit in Burg zu bleiben, wenn die Spielstätte im Haus Schlossplatz 16 erhalten werden kann. Wir sind auch weiterhin bereit, an der Attraktivität des Schlosses mitzuwirken. Allerdings benötigen wir dazu Unterstützung.

Wer uns unterstützen möchte, kann im Verein BURGTHEATER Mitglied werden. Ein Beitrag von 25 € im Jahr und eine weitere Stimme hilft schon. Außerdem nehmen wir gerne auch kleine Spenden entgegen und stellen als gemeinnützig anerkannter Verein Spendenbescheinigungen aus. Hier die Kontoverbindung:

1280809 BLZ 342 500 00, Burgtheater, ein Papiertheater e.V.

Peter Schauerte-Lüke

1.Vorsitzender

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1. Papiertheater-Wochenende in Schloss Burg Februar 2012

Vom 24. bis 26.Februar 2012  bieten wir erstmals einen großen Workshop verbunden mit Aufführungen an.

Durch dieses Angebot geben wir den Teilnehmern vielfache Möglichkeit, das Bauen und Spielen des Papiertheaters in Anschauung und Tätigkeit zu erfahren.

Beginn ist :

Freitag mit der Begrüßung, Besprechung der Konzeption und einer Vorstellung (Oper oder Schauspiel aus dem Repertoire des Burgtheaters) am Abend.

Bei einen anschließenden gemütlichen Beisammensein wird Gelegenheit sein sich kennen zu lernen.

Samstag: von 9-13.Uhr Bau und Einrichtung des Papiertheaters, gemeinschaftliches Mittagessen.

 Anschließend Bauproben und Durchstellen der Szenen, um Fehlendes zu Ergänzen und die Bilder auszuprobieren bis ca 17 Uhr

Abendessen

19 Uhr eine Vorstellung (Oper oder Schauspiel aus dem Repertoire des Burgtheaters)

Sonntag:. 9 Uhr Beginn der Proben. Nach dem gemeinsamen Mittagessen gegen 13 Uhr  Generalprobe

16 Uhr Aufführung

Ende des Wochenendes ca. gegen 18 Uhr

Im Pauschalpreis von 220 € sind enthalten der Workshop + Material, die Aufführungen, Mittag und Abendessen.

Teilnehmeranzahl 15-20 Der Kurs wird  im Theater in Schloss Burg stattfinden.

Anmeldung per email:  info@burgtheater.org  ist erbeten bis 15.Feb. 2012

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Oper-Blog Papagena

Es gibt einen schönen Blog für Opernfreunde mit Namen Papagena, das Burgtheater ist auch darin zu finden: http://papagena.blogger.de/

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Das Projekt des BURGTHEATERS: “Die Entführung aus dem Serail” als Open-air-Oper im Schlosshof

Ehrgeizige Pläne schmiedet zur Zeit Peter Schauerte-Lüke, Vorsitzender des Vereins BURGTHEATER, ein Papiertheater e.V..

Im Sommer 2011 will er die “Entführung aus dem Serail” als großes Singspiel mit Orchester und Sängern im Schlosshof auf die Bühne bringen. Der Brunnenhof, der jetzt nur von den Georgrittern für Ritterspiele genutzt wird, bietet eine wunderbare Spielstätte, die bis zu 400 Zuschauern die Möglichkeit bietet einen Opernabend der besonderen Art zu erleben.  Gefragt, wie ein Papiertheater-Verein, der sich ja mehr mit Zimmertheater auseinandersetzt, auf die Idee kommt, Openair-Spektakel  anbieten zu wollen, beantwortet Schauerte-Lüke mit dem Hinweis, die Arbeit sei die gleiche, nur verteile sie sich auf mehr Schultern. Außerdem werde das Bühnenbild stark an ein Papiertheater erinnern, Freunde des klassischen Theaters sollen auf ihre Kosten kommen. Der Schlossbauverein unterstützt die Pläne und die Schlossgastronomie wird die Veranstaltungen kulinarisch begleiten, so dass alle Sinne angesprochen werden sollen.

Die Sparkasse Solingen unterstützt das Projekt mit 5000 € in Form einer Spende. Um dieses Mammutprojekt schultern zu können, sucht BURGTHEATER e.V. derzeit nach weiteren Partnern und Sponsoren.

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Festival in der Champagne, wir waren dabei!

Vom 25. bis 29. Mai 2011 fand das “Rencontres Internationales De Theatres de Papier ” in der Champagne statt.  Rund um die Stadt Epernay spielten  16 internationalen Papiertheater-Kompanien in 20 Dörfern. Die Teilnehmer kamen aus Mexiko, USA, Portugal, Italien, England, Dänemark , Deutschland und natürlich aus dem Gastgeberland Frankreich. Alain Lecuc und seine Mannschaft hatten das Mammutwerk zustande gebracht, die Vorstellungen so auf die Spielorte zu verteile, das jede Gruppe je zwei Vorstellungen an je zwei Orten spielen konnte, wobei die Spielorte zwischen 5 und 50 km auseinander lagen. Die Spieler mussten also teilweise längere Wege auf sich nehmen, wenn sie andere Stücke sehen wollten, was aber durch die Qualität des Angebots mehr als wett gemacht wurde. Eine guten Eindruck über die Spieler und die Spielorte vermittelt die Festivalseite: http://www.ritp.fr/.

Natürlich konnten wir nicht alles sehen, was geboten wurde, da wir ja selbst zu spielen hatten. Hier einige Beträge, die mir auffielen: Barbara Steinitz und Björn Kollin aus Berlin überzeugten mich mit ihrer sehr gut gespielten und musikalisch begleiteten Geschichte von 2 Hundebesitzern, die ihre Hunde tauschen. Das hat Folgen. Ein Bilderbuch, das unter dem Titel “Schnurzpiepegal” von Barbara Steinitz illustriert und dann zum Papiertheaterstück umfunktioniert wurde. Sie bezeichnet es als szenische Lesung und stellen damit ihr Licht unter den Scheffel.  Ein  Genuß !

Theatro de Formas Animadas,  Portugal mit einer Version des Don Juan von Tirso di Molina, sozusagen der Urform des Don Giovanni. Eine tolle Bühne, die von unten bespielt wurde mit sehr beweglichen Figuren und einem technischen Equipment, das fast auf dem neusten Stand der Technik war. Das war leider das Verhängnis: Der Alptraum eines jeden Theaterspielers trat ein, die computergesteuerte Licht- und Tonführung brach zusammen, weil eine DMX-Verbindung gestört war. Mit Ruhe und Beharrlichkeit meisterten die beiden Spieler die Situation, während das gastgebende Dorf die Zuschauer mit einem Glas Champagner über die Situation mehr als hinwegtröstete. Chapeau für alle Beteiligten, denn die Aufführung fand ein glückliches  Ende mit einem riesigen Applaus.

Puppet Working Group, England. mit The Rowers by Christopher O’Shaughnessy

Dahinter verbargen sich  Matthew Cohen, Robert Poulter & Fay Tsitou. Die nächste Olympiade findet in London statt und dieses ist ein Beitrag der Universiät London zu diesem Ereignis. Robert Poulter hat mit seiner Gruppe das Thema “Rudern” bearbeitet und eine Vielzahl von Bildern in Bewegung gesetzt, vom ersten geruderten Baumstamm der Frühzeit über die Galeeren und Kriegsruderschiffe, die Rettungsboote der Titanic, die eindrucksvoll in einer Unterwasserszene versank, bis hin zum modernen Sportler und seinem Hochleistungsgerät war alles dabei. Kunstvoll gemalt und mit Ton und Licht in Szene gesetzt.

Paperplays – England. Joe Gladwin und Helen Porter mit “Bluebeard” sollen nicht vergessen sein. Obwohl ich das Stück schon kannte, faszinierte mich die Leichtigkeit, mit der Joe diese im Orient spielende Fassung des “Blaubart” mit sehr gekonnten französischen Einsprengseln des an sonsten in Englisch gespielte Dramolett  einem französischen Publikum servierte. Helen tat mit ihrer musikalischen Begleitung ein Übriges, um das Stück zu einem mit heftigem Applaus bedachten, zu gestalten.

Eine politisches Ärgernis, die Tatsache, das die iranische Gruppe mit “Sindbad” nicht nach Frankreich einreisen durfte, bescherte uns ein Wiedersehn mit einem Freund aus Marseille: Theatre de L’Egregore, Eric Poirier, Frankreich. Sein Stück “Parzival, der Waliser” war mir aus Preetz schon gut bekannt, eine äußerst gekonnte, aus einem Folianten entwickelte Geschichte um den jungen Parzival, der von seiner Mutter als Narr eingekleidet  und in Dummheit gehalten wird, um  ja zu verhindern, dass er in die Fußstapfen seines Vaters tritt, einem “Waldverschwender”, der in Turnieren unzählige Lanzen gebrochen hat und nicht weniger Herzen. Doch das Schicksal nimmt auf einer historisch korrekten Bühne seinen Lauf und Parzival entgeht seinem Schicksal als Held nicht. Mit einer gekonnten Geste und dem kurzen Auftreten des Sindbad wußte Eric den Finger in die staatspolitischen Wunde zu legen.

Ein französisch/koreanisches Theater stand danach auf der Agenda: Ateliers de La Boule Bleue – France  Je me souviens (I Remember) by Eun Young Pernelle.  Bilder einer Kindheit in Korea in einem riesigen Popup-Buch mehr präsentiert als gespielt. Und das ist es auch, was mir nicht gefiel. Wenn gespielt wurde, fehlte es am Können: eine kräftige Französin, mitte 30, versuchte da z.B. ein keines Mädchen darzustellen, was leider nicht gelang. Ihrer koreanischen Mitspielerin nahm man die Rolle  ab. Die aus dem Boden wachsenden Papierampeln mit hinreißenden Papierschnittmustern, von 2 Meter Höhe überzeugten dagegen sehr. Die musikalische Begleitung war technisch perfekt, funktionierte aber leider nur teilweise. Insgesamt eine gute handwerkliche Umsetzung in großem Format.

zum Schluss zwei Produktionen, die hintereinander gezeigt wurden:

Volpinex & Anima – France

Volpinex Company: La Belle au Bois Dormant version Mode et Travaux printemps-été 1979 (Sleeping Beauty, Modes et Travaux spring – summer 1979 Version)
Eine sehr gekonnte Version von Dornröschen, die in einem unscheinbaren Pappkarton gespielt und mit Video auf eine Leinwand projiziert wurde, wobei die Bühnenbilder von einer zweiten Kamera dazu eingespielt wurden, auch schspielerisch ganz gut gemacht.
Der Absturz war hingegen war Anima Company: Zombie. Eine Geschichte, um die Übernahme der Weltherrschaft durch  Zombies. Der Spieler gab den Zombie und die Papierfiguren wurden gefressen. Nach einem hoffnungsvollen Auftakt gingen dem Spieler und der Geschichte die Ideen aus.

Das Burgtheater mit Sabine Herder als Gast, wurde mit seiner Aufführung ” Die Jungfrau von Orleans” sehr gut aufgenommen. Das Publikum war international,  aber auch die einheimische Bevölkerung war zahlreich vertreten. die Vorstellung im “Lycée Viticol de Champagne” in Avize, der regionalen Fachschule für dem Champagneran- und Ausbau, war ein besonderer Erfolg. Die Schüler hatten zuvor in einem Kurs bei Alain Lecuc das Papiertheaterspielen erlernt und folgten nun unserer in deutscher Sprache gehaltenen Aufführung mit großer Aufmerksamkeit und Anteilnahme. Allgemein wurde festgestellt, dass, was an Sprachverständnis fehlte durch die Präsens der Spieler so ausgeglichen wurde, dass das Stück ankam, kein Wunder, die Hauptfigur ist im Lande wohl bekannt.

Peter Schauerte-Lüke

Epernay Theater

Im Theater von Epernay

Eroeffnung

Alain Lecuc mit den Spielern aus Mexico während der Eröffnung

Bühne
Plakat Jungfrau

Das Plakat zu unserer Vorstellung im Lycée Viticol de Champagne in Avize

Mensch vor Tatort
Theater in Seitenansicht mit frontalem Direktor

Das Theater aus Portugal

Das Theater aus Portugal

Spielstand

Port. Spielstand unter der Bühne

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Spende für das Burgtheater

Das “Ansitzen” am 22.April ergab die Summe von 436,06 €. Das Geld wurde dem Burgtheater gespendet. Wir danken allen Beteiligten.

Peter Schauerte-Lüke
1.Vorsitzender des Vereins BURGTHEATER, ein Papiertheater e.V.

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